Demenzbetreuung
Wenn Vertrautes fremd wird.
Demenz verändert nicht nur den erkrankten Menschen, sondern den ganzen Haushalt. Wir betreuen zu Hause — und versorgen gleichzeitig das Medizinische. Beides von denselben Gesichtern.
Der Unterschied
Betreuung und Pflege aus einer Hand.
In Hamburg gibt es viele Betreuungsdienste für Menschen mit Demenz. Die meisten dürfen genau das: betreuen. Sie dürfen keine Medikamente stellen, keine Injektion geben, keinen Verband wechseln.
Dann stehen zwei Dienste in derselben Wohnung — und für einen Menschen mit Demenz ist jeder zusätzliche fremde Mensch eine Belastung.
Häufig
Zwei Dienste, zwei Zuständigkeiten
- Ein Betreuungsdienst für die Stunden am Tag
- Ein Pflegedienst für Medikamente und Verbände
- Zwei Dienstpläne, zwei Ansprechpartner
- Mehr fremde Gesichter in der Wohnung
Bei uns
Ein Team für beides
- Dieselbe Fachkraft betreut und versorgt medizinisch
- Fünf Fachkrankenschwestern, kein Hilfskräfte-Pool
- Eine Ansprechpartnerin für die ganze Familie
- Wochenende, Feiertag und Nacht eingeschlossen
Die Nacht
Um drei Uhr nachts hilft keine Bürozeit.
Unruhe, Verkennen der Umgebung, der Versuch, zur Arbeit aufzubrechen — bei Demenz passiert das nachts. Genau dann sind die meisten Dienste nicht erreichbar. Wir schon: Sie erreichen eine Pflegefachkraft aus unserem Team, die den Menschen kennt, über den Sie sprechen. Das ersetzt nicht in jedem Fall einen Einsatz vor Ort, aber es nimmt Ihnen die Entscheidung ab, ob Sie jetzt den Notruf wählen müssen.


Orientierung
Der Ort bleibt. Das ist die halbe Therapie.
Ein Mensch mit Demenz verliert die Orientierung in fremder Umgebung schneller als zu Hause. Die eigene Wohnung ist voller Hinweise: der Weg zur Toilette, der Sessel am Fenster, der Geruch der Küche. Jede Woche zu Hause ist deshalb mehr wert als jede noch so gute Einrichtung.
Unser Ziel ist, den Umzug in ein Heim so lange hinauszuschieben, wie es für alle Beteiligten verantwortbar ist — und offen zu sagen, wann dieser Punkt erreicht ist.
Arbeitsweise
Sechs Dinge, die bei Demenz wirklich helfen.
- 01
Feste Gesichter
Ein Mensch mit Demenz erkennt Vertrautheit länger als Namen. Wir planen so, dass immer dieselben wenigen Personen kommen — das ist der wirksamste Hebel überhaupt, und er braucht nur Planung.
- 02
Gleicher Ablauf, gleiche Reihenfolge
Waschen, anziehen, frühstücken — jeden Tag in derselben Abfolge, am selben Ort. Struktur ersetzt Erinnerung und nimmt Angst, bevor sie entsteht.
- 03
Die Biografie zählt
Wir fragen Sie als Familie, wer dieser Mensch war: Beruf, Musik, Gewohnheiten, Sprache der Kindheit. Was früher wichtig war, trägt auch dann noch, wenn vieles andere verloren geht.
- 04
Abwehr ist kein Widerstand
Wer sich gegen die Körperpflege wehrt, ist nicht störrisch, sondern überfordert. Wir gehen einen Schritt zurück und kommen später wieder — mit Zeit statt mit Druck.
- 05
Medizinisch mit im Blick
Eine Blasenentzündung, Schmerzen oder eine falsche Medikation zeigen sich bei Demenz oft nur als plötzliche Unruhe. Weil wir Fachkrankenschwestern sind, sehen wir dort hin — ein reiner Betreuungsdienst darf das nicht.
- 06
Sie werden mitbetreut
Angehörige sind bei Demenz die am stärksten belastete Gruppe. Wir beraten Sie, erklären das Verhalten und sagen es Ihnen, wenn wir sehen, dass Sie eine Pause brauchen.
Für Angehörige
Sie dürfen auch mal weg.
Die meisten Familien halten viel zu lange allein durch. Dabei gibt es Leistungen, die Ihnen zustehen und die kaum jemand kennt:
- Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI)
- Ein monatlicher Betrag, den die Pflegekasse für Betreuung und Entlastung zur Verfügung stellt. Er verfällt, wenn er nicht genutzt wird — und wird von vielen Familien nie abgerufen.
- Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI)
- Wenn Sie als pflegende Angehörige ausfallen — Urlaub, Krankheit, ein Termin —, übernehmen wir. Auch stundenweise, nicht nur wochenweise.
- Beratungseinsatz (§ 37 Abs. 3 SGB XI)
- Wer Pflegegeld bezieht, muss regelmäßig einen Beratungsbesuch nachweisen. Bei uns ist das kein Pflichttermin zum Abhaken, sondern die Gelegenheit, ehrlich über die Lage zu sprechen.
Jetzt erreichbar
Auch heute geht jemand ran.
Nachts, wenn jemand mit Demenz aufbricht oder nicht zur Ruhe kommt, geht bei uns jemand ans Telefon, der den Menschen kennt, über den Sie sprechen.
Erreichbar rund um die Uhr heißt nicht, dass rund um die Uhr jemand in der Wohnung steht — was wir wann leisten, halten wir vorher gemeinsam schriftlich fest.
Häufige Fragen
Was Familien bei Demenz fragen.
Ja, und wir sehen es als unseren Schwerpunkt. Der Vorteil bei uns: Betreuung und medizinische Behandlungspflege kommen aus einer Hand. Ein reiner Betreuungsdienst darf die Medikamente nicht stellen und die Wunde nicht versorgen — wir dürfen und können beides.
Wir sind ein kleines Team aus fünf Fachkrankenschwestern. Genau das ist der Punkt: Sie bekommen feste Gesichter und eine feste Ansprechpartnerin, keine wechselnde Besetzung aus einem Pool. Urlaub und Krankheit gibt es bei uns auch — dann übernimmt jemand, den Sie bereits kennen.
Wenn Sie als pflegende Angehörige ausfallen — Urlaub, Krankheit, ein Termin, der nicht verschiebbar ist —, übernimmt die Pflegekasse die Ersatzpflege (§ 39 SGB XI). Wir springen ein, auch stundenweise. Viele Familien wissen nicht, dass ihnen das zusteht.
Ja. Pflege macht am Samstag nicht Pause. Wir sind 24 h erreichbar, und am Telefon ist eine Pflegefachkraft aus dem Team — kein Callcenter und keine Bandansage. Wichtig für die Erwartung: rund um die Uhr erreichbar heißt nicht, dass rund um die Uhr jemand in der Wohnung steht. Was wir wann leisten, halten wir vorher schriftlich fest.
Das gehört auch dazu
- Ambulante Pflege zu Hause Grundpflege und ärztlich verordnete Behandlungspflege — von denselben Fachkräften.
- Pflegeberatung Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege, Höherstufung: was Ihnen bei Demenz zusteht.
- Einsatzgebiet in Hamburg Hamm, Horn, Borgfelde und Nachbarschaft — kurze Wege, damit nachts jemand ankommt.
Erzählen Sie uns, wie es gerade läuft.
Beim Erstbesuch hören wir vor allem zu — und sagen Ihnen danach, was wir übernehmen können und was in Ihrer Situation sonst noch hilft.
